Presse & News

Oktober 2019

Conrad Meissler in der "HafenCity Zeitung"
Unsere Freie und Hansestadt Hamburg bildet seit kurzem nicht nur das „Hoch im Norden“, wie es einst in der Werbung des Stadtmarketings hieß. Hamburg hat inzwischen sogar die Spitzenposition unter den stärksten Wohnimmobilienmärkten der Republik erreicht und damit sogar das bisher über viele Jahre unangefochtene München hinter sich gelassen. Dafür sprechen drei Fakten. Keine Stadt mit mehr als 600.000 Einwohnern hat im vergangenen Jahr mehr Wohnungen gebaut als Hamburg, nämlich 58 Wohneinheiten je 10.000 Einwohnern. Es folgten München (53), Frankfurt (46) und Berlin (46). Erstmals konnten in Hamburg im letzten Jahr sogar mehr Wohnungen neu errichtet werden als Menschen nach Hamburg gezogen sind.

September 2019

Conrad C. Meissler in der "HafenCity Zeitung"
Sehr oft analysieren wir an dieser Stelle das Geschehen am Immobilienmarkt anhand von konkreten Preisentwicklungen, der Zahl der Baugenehmigungen, der Bautätigkeit, der Vermarktungsgeschwindigkeit oder den Immobilienumsätzen. Seit einiger Zeit beobachten wir jedoch ein Phänomen, das ebenfalls gut geeignet erscheint, um eine Marktsituation zu beschreiben. Wir meinen die diskrete Vermarktung, die sich zunehmend Verkäufer ihrer Wohnimmobilien vor allem in den gesuchten Wohnlagen der Hansestadt wünschen. Gewünscht wird keine aufwendige Werbung, kein Schilderservice und schon gar nicht Darstellungen in Zeitungen oder Zeitschriften. Stattdessen wird die diskrete Ansprache von bereits vorgemerkten Interessenten bevorzugt.

August 2019

Conrad Meissler in der "HafenCity Zeitung"
Der Wohnimmobilienmarkt ist in aller Munde. Ein Teil sorgt sich, ob man sich das Wohnen in den Großstädten künftig noch leisten kann. Ein Teil setzt auf die kräftige Marktentwicklung und hofft auf auch künftig weiter steigende Preise. Während diese beiden Sichtweisen auf einen scheinbar nicht endenden Immobilienboom verständlich sind, erscheinen viele aktuelle Diskussionen und Ansichten als schlicht unlogisch. So versteifen sich Immobilienverbände und die Politik auf die Logik, dass schlicht mehr gebaut werden müsse, damit die Mieten und damit auch die Immobilienwerte wieder sinken. Doch wer baut schon, wenn er davon ausgehen muss, dass sich seine Investitionen von heute morgen immer weniger rechnen werden?

Juli 2019

Conrad C. Meissler in der "HafenCity Zeitung"
Hamburg wächst weiter. Das ist jedenfalls die Folge aus den jüngsten Prognosen des Statistik-Amtes. Denn die Statistiker haben einmal wieder hochgerechnet, wie sich die Hansestadt in den kommenden 20 Jahren entwickeln wird, je nachdem wie stark die Zuwanderung ausfällt. Werden wir wieder weniger umfangreich Menschen, die von außen kommen, aufnehmen, so würde die Wachstumsrate noch moderat ausfallen. Die Zahl der Einwohner dürfte sich dann von aktuell 1,831 Mio. auf 1,949 Mio. Einwohner ausdehnen. Bei einer durchschnittlichen Zuwanderung wird bereits ein Bevölkerungswachstum auf 1,988 Mio. Einwohner erwartet. Kommt es indes so, wie es sich gegenwärtig abzeichnet, nämlich dass der starke Zustrom von Zuwanderern nicht abbricht, so wird im Jahr 2040 eine Stadt mit 2,051 Mio. Einwohner gesehen. Hamburg würde sich also bis dahin um eine Stadt wie zum Beispiel Braunschweig vergrößern.

Juni 2019

Conrad Meissler in der "HafenCity Zeitung"
Die Genehmigungszahlen für den Wohnungsbau gehen nach unten, die Fertigstellungszahlen stagnieren.“ Das ist die Quintessenz einer Studie der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung, die der Frage nachgegangen ist, ob die „Mietpreisbremse“ einen – zumindest nach Ansicht der Bundesregierung – „Investitionsanreiz“ bietet. Denn weil Neubauten im Gegensatz zu den Bestandswohnungen nicht der Mietpreisbremse unterliegen, sieht die Regierung einen besonderen Reiz für die Investoren im Wohnungsneubau. Doch diese wollen diesem Reiz nicht oder immer weniger folgen. Warum das so ist, führt die Studie auf einen ganz zentralen Punkt zurück: Die Investoren trauen der Politik nicht mehr, halten bestimmte Zusagen „nicht für glaubwürdig“. Sie befürchten immer neue Regulierungen, die letztlich für eine lang in die Zukunft angelegte Investition nicht mehr kalkulierbar sind.

Mai 2019

Conrad Meissler in der "HafenCity Zeitung"
Möglicherweise werden eines Tages viele Menschen, insbesondere in Hamburg, auf die Vergangenheit zurück blicken und sich ärgern, warum sie keine Immobilien erworben haben, noch nicht einmal eine, in der sie selbst wohnen. Irgendwann nämlich könnte es mit dem tiefen Tal der Zinsentwicklung vorbei sein und ein Darlehen über 500.000 Euro könnte nicht wie heute bei einem Zinssatz von etwa 1,5 Prozent nur 7.500 Euro im Jahr, d.h. nur 625 Euro im Monat kosten, sondern vielleicht bei einem Zinssatz von 5,0 Prozent, wie er noch zu Beginn des Jahrtausends üblich war, 25.000 Euro im Jahr, d.h. gut 2.080 Euro im Monat.

April 2019

Conrad Meissler in der "HafenCity Zeitung"
Es gibt eine neue Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, das sich mit der Entwicklung unseres Landes in der nahen Zukunft auseinandersetzt. Im Zentrum steht die Frage nach der bereits seit einigen Jahren zu beobachtenden Landflucht. Das Ergebnis ist für viele Bereiche in Deutschland deprimierend. Die Landflucht scheint unaufhaltsam. Besonders betroffen bzw. eine besonders schwache Entwicklung werden nach den Ergebnissen der Studie der Kreis Stendhal in Sachsen-Anhalt und der Kreis Dithmarschen nehmen, der nur 60 km nordwestlich von Hamburg beginnt. Der Blick auf die Deutschlandkarte der Studie zeigt, dass nur Süddeutschland und ansonsten ein paar blaue Punkte für Großstädte im Norden und Osten stehen, für die eine gute Zukunft prognostiziert wird. Hamburg gehört natürlich dazu. Die Studie geht sogar davon aus, dass die Zahl der Einwohner in Hamburg bis zum Jahr 2035 um zehn Prozent und mehr zunehmen werde. Das würde bedeuten, dass Hamburg bis 2035 um eine Stadt wie Lübeck wachsen wird.

März 2019

Conrad Meissler für "Klönschnack"
Der Immobilienbesitz in Deutschland ist historisch bedingt ungleich verteilt. Denn der Wiederaufbau eines in den meisten Städten zerstörten Bestands konnte nicht individuell, sondern nur durch den Einsatz großer Institutionen, Genossenschaften und den Staat erreicht werden. Die Wohneigentumsquote ist daher im Vergleich zu allen anderen entwickelten Staaten sehr niedrig. Sie stagniert seit 2010 bei rund 45 Prozent. Im Vergleich führt Spanien mit einer Quote von 79 Prozent, Großbritannien rangiert mit 64 Prozent im europäischen Mittelfeld. In den großen deutschen Städten ist die Quote noch viel niedriger. In Hamburg wohnen nur gut 20 Prozent in einer eigenen Wohnung. Kein Wunder, dass in Deutschland und insbesondere in den großen Kommunen die Eigentumsrechte immer stärker zugunsten der Wohnrechte beschnitten werden.

Februar 2019

Conrad Meissler in der "HafenCity Zeitung"
Die rasante Preisentwicklung bei Hamburger Wohnimmobilien in den letzten Jahren bringt manchen zu der Überlegung, sich von seinem Haus oder seiner Wohnung zu trennen, um die entstandene hohe Wertentwicklung zu realisieren und sich so ein gutes finanzielles Polster für den Lebensabend zu schaffen. Auch möchten sich viele Menschen den Freiraum für schon immer gehegte Wünsche verwirklichen. Ein weiteres Motiv ist, dass der Instandhaltungsbedarf bei seit langer Zeit bewohnten Objekten für viele eine zunehmende schwerere Last bedeutet. Eine Umschichtung von Vermögen in liquidere Anlagen erscheint so sinnvoll, selbst wenn es an den Kapitalmärkten derzeit nur sehr niedrige Zinsen gibt.

Januar 2019

Conrad Meissler für die "Hafencity Zeitung"
Die Koalition in Berlin hat erneut ein Gesetzeswerk auf den Weg gebracht, um damit endlich dem Trend immer höherer Wohnungsmieten in den großen deutschen Ballungsräumen wenigsten zum Teil Einhalt zu gebieten. Verabschiedet wurde mit Wirkung zum Jahresbeginn 2019 eine Ergänzung zur so genannten „Mietpreisbremse“, die die seit Mitte 2015 geltende Gesetzgebung verschärfen soll. Diese Ergänzung ist erneut vor allem für Eigentümer bzw. Investoren höchst unerfreulich, die Wohnraum vermieten und von denen sich die Koalition eigentlich die Schaffung von mehr Wohnungen erhofft, um durch mehr Angebot die Lage in den Wohnungsmärkten deutscher Großstädte zu entschärfen.

Dezember 2018

Conrad Meissler für "Klönschnack"
"Billiger wird das Wohnen in Hamburg auf lange Sicht nicht mehr.“ Das ist nun schon fast gebetsmühlenartig und kurz zusammengefasst unsere Einschätzung über die weitere Entwicklung des Wohnimmobilienmarktes, insbesondere in den guten und sehr guten Lagen der Hansestadt. Dass diese Aussage auch für das neue, vor uns liegende Jahr Bestand hat, verwundert sicherlich auf den ersten Blick. Denn zweifellos haben unsere Politiker in Europa, insbesondere Großbritannien und vielen weiteren europäischen Staaten, in den USA, in Russland, in China und selbst in Südamerika ganze Arbeit geleistet, damit es uns allen schlechter gehen wird. Soviel Chaos (Brexit, Handel China/USA, Klimawandel, Diesel-Chaos, Italien am Limit, Frankreich adé, Kleinkriege mit Russland im Orient usw.) war lange nicht mehr. Vor einem solchen Hintergrund muss selbst die robusteste konjunkturelle Entwicklung tief durchatmen.

November 2018

Conrad Meissler im "Klönschnack"
Sollen wir uns als Makler beklagen müssen? Dafür, dass wir bei Wohnimmobilien, die wir zum Kauf vermitteln wollen, manchmal monatelang Besichtigungen durchführen, ohne Erfolg, ohne Honorierung. Dafür, dass wir jedem unseren Kunden mit Rat, Marktwissen, Expertise sowie schriftlichen Bewertungen ihrer Immobilien zur Verfügung stehen, ohne dafür Rechnungen zu stellen. Dafür, dass wir angebotene Immobilien bewerben, im Internet, in Zeitungen, oft monatelang, ohne die wirkliche Sicherheit, die sicheren Kosten jemals wirklich einspielen zu können. Nein, wir beklagen uns nicht für einen Job, der uns sehr viel Einsatz und Engagement abverlangt, sehr viel Interesse, ständige Fortbildung und laufende Akquisition voraussetzt, der uns mit vielen Menschen zusammenbringt und der von uns verlangt, dass wir in der Regel Menschen bei ihrer wichtigsten Lebensentscheidung, dem Kauf einer eigenen Wohnimmobilie, helfen. Wir beklagen uns auch nicht, dass wir für die Behörden Überwachungsaufgaben gegen Geldwäsche oder Meldeaufgaben bei der Personenidentifizierung übernehmen müssen. Wir führen auch keine Klage, dass andere Dienstleister, Anwälte, Mediziner, Steuerberater, unabhängig von dem Erfolg ihrer Leistungen honoriert werden müssen. Denn unser Beruf macht uns Spaß, bietet viele Entwicklungsmöglichkeiten und ernährt unsere Familien.

Oktober 2018

Andreas Walther in der "Welt" und "Welt am Sonntag"
„Immobilien in Zeiten der Krise“ wollten wir diesen Beitrag eigentlich überschreiben. Denn angesichts jüngster Entwicklungen in Deutschland, in Europa, in der Welt zeichnen Experten ein zunehmend düsteres Bild über die künftige wirtschaftliche Entwicklung. So steigen die Zinsen in den USD wieder kräftig; die US-Notenbank kündigt zudem weitere Erhöhungen an. Erinnerungen an 2007 werden wach, als zuletzt die Zinsen kräftig stiegen und den Immobilienboom in den USA abwürgten mit der Folge der Weltfinanzkrise nur ein Jahr später. Aktuell prognostiziert der Internationale Währungsfonds rückläufiges Wachstum, und die Bundesregierung kassiert die Wachstumsprognose für dieses und nächstes Jahr. Parallel wächst die Unsicherheit über die politische Entwicklung, in den deutschen Bundesländern, in Europa und in den USA.

September 2018

Andreas Walther in der "HafenCity Zeitung"
Zuletzt konstatierten wir für den Immobilienmarkt, zumal für die gesuchten Wohnlagen in der Hansestadt, eine Situation, die der beste aller Welten entsprechen könnte. Dies könnte sich wirklich fortsetzen, wenn nicht die Politik einmal mehr ihre Rezepte zur so genannten Steuerung des Marktes ändern will. Erneut will man mit Bewegung auf dem Papier, also mit Gesetzen oder Verordnungen versuchen, die Preissteigerungen insbesondere bei den Wohnungsmieten einzudämmen. Als probates Mittel sollen z.B. die Mieten auf fünf Jahre in Märkten festgeschrieben werden, die besonders angespannt seien. Dazu passt die Forderung der Mietervereine, gleich alle Märkte als angespannt zu sehen.

August 2018

Conrad C. Meissler in der "HafenCity Zeitung" und im "Klönschnack"
Das Murren und Klagen war vielerorts groß in den letzten Jahren. Die Flüchtlinge, der Rechtsruck in der Politik, der Populismus, Trump, Erdogan und Kim, Krise in der Handelspolitik usw. usw. Eine anscheinend nicht enden wollende Kette schlechter Nachrichten haben viele Gemüter eintrüben lassen. Dabei leben ausgerechnet wir gegenwärtig in einer der besten aller Welten, in der wahrscheinlich längsten Periode eines wirtschaftlichen Aufschwungs, mit geringster Arbeitslosigkeit seit über 30 Jahren, ohne wirkliche Bedrohung in einem Land, um das uns viele beneiden und in das viele begehren hineinzukommen. Auch am Immobilienmarkt, zumal in den gesuchten Wohnlagen insbesondere in unserer Hansestadt, hat sich ein sehr hohes Niveau des Marktgeschehens eingependelt, an dem sich das allgemeine Murren und Klagen so gar nicht widerspiegelt.

Juli 2018

Conrad Meissler in der "ZEIT" (Expertenmeinung)
Hamburg braucht Wohnraum, um der angespannten Marktlage Herr werden zu können. Das Programm des Senats zur Wohnbauförderung, das jährlich mindestens 10.000 neue Wohnungen schaffen soll, scheint aber nach ersten Erfolgen nicht mehr zu wirken. Das zeigen die ersten vier Monate 2018, in denen die Zahl der zum Neubau genehmigten Wohneinheiten um deutliche 58 Prozent gesunken ist.

Juli 2018

Conrad Meissler im "Klönschnack"
Die Elbvororte mit ihren großzügigen Parkanlagen, den vielen Sportstätten, den Wanderwegen und den zahlreichen guten Schulen zeichnen sich durch ihre Weitläufigkeit aus. Das zeigt ihre Entstehungsgeschichte insbesondere im 19. Jahrhundert, als Kaufleute großzügige Gärten schufen, in deren Mitte sie zumeist Sommersitze hatten. Auch dass die Elbvororte erst im Jahr 1936 in die Freie und Hansestadt Hamburg eingemeindet wurden, prägt die weitläufig-ländliche Struktur mit den verschiedenen Dörfern Rissen, Blankenese, Nienstedten oder Othmarschen bis heute.

Juni 2018

Conrad Meissler in der "HafenCity Zeitung"
Das halbe Jahr ist gelaufen und damit genügend Anlass gegeben, die aktuelle Lage am Immobilienmarkt in den gesuchten Lagen Hamburgs zu analysieren, der zu den teuersten Märkten der Republik gehört. Kurz gesagt: gegenüber dem Vorjahr hat sich wenig geändert, außer dass die allgemeine Skepsis weiter gestiegen ist. Befürchtet werden eine allmähliche Überbebauung mit Luxusimmobilien sowie eine weitere, angeblich „ungesunde“ Abkoppelung der Kaufpreise von den Mieten, die eigentlich die rechenbare Grundlage für die Preisbildung bieten sollen; Und erwartet werden steigende Zinsen, die den Immobilienboom, der inzwischen „Blase“ genannt wird, erkalten bzw. platzen lassen könnte.

Mai 2018

Conrad Meissler in der "HafenCity Zeitung"
Eigentlich schien alles Grün auf dem Weg zur Entspannung des Wohnimmobilienmarktes in Hamburg. Für 2017 wurden Genehmigungen für den Bau von rund 12.500 Wohnungen erteilt, so viel wie in den letzten beiden Dekaden nicht mehr. Doch kaum sind die zufriedenen Stimmen von Politik und Mietvereinen verklungen, geht der Markt wieder einen eigenen Weg: Die Zahl der Baugenehmigungen ist gesunken – und zwar deutlich. Sie nahm im ersten Quartal 2018 um über 54 Prozent ab. Es mag sein, dass es sich um saisonale Schwankungen, Vorzieheffekte oder im Vorjahr ungewöhnliche Häufungen von Bauanträgen handelte. Die nächsten Monate werden zeigen, ob aus der Frühjahrsmüdigkeit eine Markterschöpfung wird.

April 2018

Andreas Walther in der "Welt" und "HafenCity Zeitung"
Seit langem schon diskutieren wir über die Rückschlaggefahren am Immobilienmarkt. Nicht ewig kann es mit der Verteuerung von Wohnimmobilien so weiter gehen wie bisher, ist unsere Meinung, die wir auf die Erfahrungen aus der Vergangenheit stützten. Doch immer wieder zeigt die tatsächliche Marktentwicklung, dass unsere Skepsis grundlos war. Nun zirkuliert eine neuerliche Analyse, dieses Mal von dem sehr angesehenen Marktforschungsinstitut Bulwien Gesa. Danach kommen zum ersten Mal seit der Finanzkrise im Jahr 2008/2009 alle zwischen 2015 und 2022 fertiggestellten, im Bau befindlichen und geplanten Projekte in den sieben deutschen Großstädten Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Düsseldorf, Köln und Stuttgart auf weniger Projektvolumen als im Jahr zuvor. Der Rückgang sei mit 0,3 Prozent auf 26,9 Mio. qm Fläche bzw. rund 200 Mrd. Euro Volumen zwar marginal. Doch das Institut nimmt diesen Rückgang als ein Signal dafür, dass das Bauen in den Städten einfach zu teuer geworden sei. Die Warnung gipfelt in der Aussage, dass es der Immobilienwirtschaft gar nicht gut gehe.

März 2018

Conrad Meissler in der "Welt / Welt am Sonntag"
Zum Jahresbeginn legen diverse Institute die Ergebnisse ihrer Recherchen in den Immobilienmärkten vor. Während in der Vergangenheit zum Teil höchst unterschiedliche Ergebnisse und Markteinschätzungen veröffentlicht wurden, hat sich allmählich ein Trend überwiegend richtiger Einschätzungen manifestiert, der den Märkten tatsächlich entspricht. Abweichend ist eine Analyse der DB Research, der Analyse-Einheit der Deutschen Bank, die immerhin auch von der Deutschen Bundesbank ernst genommen wird. Abweichend ist, dass hier erstmals von einem nur geringen Bevölkerungswachstum in Hamburg gesprochen wird, nämlich von nur einem Plus von 0,7 Prozent zwischen 2009 und 2015. Doch leider hat das Institut übersehen, dass im Zuge des Mikrozensus, der großen Bevölkerungszählung im Jahr 2011, die Einwohnerzahlen in Hamburg deutlich nach unten korrigiert werden mussten, nämlich auf 1,707 Mio. Einwohner. Bei 1,79 Mio. Ende 2015 ergibt sich ein Anstieg der Bevölkerung um fast fünf Prozent und mit 2016 sogar um sechs Prozent. Das klingt immer noch nicht viel, bedeutet aber, dass Hamburg seit 2009 zum Beispiel um eine ganze Stadt wie Flensburg und deren Umgebung gewachsen ist.

Februar 2018

Conrad Meissler in der "HafenCity Zeitung"
Über die Elbvororte kursieren diverse Vorurteile. Das seien die Schlafräume der Reichen, in denen sich nicht viel bewegt. Es herrsche viel gepflegte Ruhe, vor allem innerhalb der Woche, wenn nicht tausende Naherholungssuchende das Elbufer oder die großen Parks auf-suchen. Wieviel sich in den schönen Wohnlagen im Hamburger Westen bewegt, können andere besser beurteilen. Wir können beim Blick auf den Immobilienmarkt allerdings erkennen, dass dort nicht viel Neues ist. Herausragende Planungen des Bezirksamtes Altona – der Bezirk erstreckt sich bis nach Blankenese - beziehen sich auf fast alle Bereiche außerhalb der Elbvororte, etwa in Osdorf bis nach Lurup, in Bahrenfeld und in den Stadtteilen Ottensen und Altona. Zum Teil geht es um Neubauprojekte mit mehreren 100 Wohnungen. In den Elbvororten wird dagegen lediglich der Parkplatz an der S-Bahnhaltestelle Hochkamp saniert. Im Hemmingstedter Weg und am Hohenzollernring sind dann noch die Spielplätze dran.

November 2017

Conrad Meissler in der "Welt / Welt am Sonntag"
Die meisten Sorgen am Wohnimmobilienmarkt bereitet uns die Zukunft. Denn nach all unserer bisherigen Lebenserwartung wissen wir, dass eine Boom Phase, ganz gleich in welchem Markt, nicht ewig dauert, sondern dass sich Märkte zyklisch entwickeln. So wird fast schon monatlich erwartet, dass der Immobilienboom, der nun schon seit zehn Jahren anhält, in Kürze zu Ende geht. Deshalb wird auch jetzt so intensiv das Geschehen hinterfragt und mit Argusaugen werden Entwicklungen beobachtet, die den Wohnimmobilienmarkt erschüttern können. Aufregend klang so eine Studie der Beratungsgesellschaft PwC und des Urban Land Institute, wonach sich die Immobilieninvestitionen in Hamburg im ersten Halbjahr 2017 um deutliche 34 Prozent ermäßigt hätten. Doch auch diese Entwicklung ließ sich schnell erläutern: es standen einfach weniger Angebote zur Verfügung als im Vorjahr – ein Umstand, den wir am Wohnimmobilienmarkt täglich erleben.

Oktober 2017

Andreas Walther in der "Welt / Welt am Sonntag"
Immer wieder sitzen wir mit Kollegen oder immobilieninteressierten Investoren zusammen und stellen uns seit Jahren stets die gleichen Fragen: Steigen die Preise für Wohnimmobilien in Hamburg weiter? Wird das erreichte Niveau noch einmal überschritten? Wie lange wird das noch so weitergehen? Auch zu Jahres-beginn kamen Zweifel auf, dass nun wirklich die Prei-se eine Region erreicht haben, die sich nicht mehr überbieten lassen sollte. Ein Dreivierteljahr später die gleiche Situation: erneut haben sich die Wohnimmobilienpreise vor allem in den sehr guten Lagen rund um die Alster bis ins Alstertal, am Hafenrand und in den Elbvororten zum Teil um weitere fünf Prozent erhöht und es drängen sich die gleichen Zweifel auf. Gibt es im Hamburger Immobilienmarkt wirklich keine Obergrenze?

Juni 2017

Conrad Meissler im "Klönschnack"
Die Entwicklung des Hamburger Wohnimmobilienmarktes kennt entgegen vieler abwägender Stimmen nur eine Richtung. Aufwärts. Es werden mehr Wohnungen gebaut, aber noch sehr viel mehr nachgefragt. Die Zinsen sind noch immer extrem niedrig - Baugeld weiterhin sehr, sehr günstig. Die Nachfrage ist ungebrochen, sowohl von Eigennutzern als auch von Kapitalanlegern. Die Entwicklung wird in diesen Tagen von verschiedenen Seiten mit harten Fakten unterstrichen.

Mai 2017

Andreas Walther im "Klönschnack"
Prozentrechnung erscheint auf den ersten Blick als eine logische mathematische Relation, mit der man Veränderungen klar und einfach bemessen kann. Bei den Immobilien zumal werden gern prozentuale Veränderungen gemeldet, um zu verdeutlichen, wie sehr sich Wohnraum einmal mehr verteuert hat. Unlängst schrieb das Wirtschaftsmagazin „Capital“ über den Hamburger Wohnimmobilienmarkt und bewertete die Stadtteile nach den Aussichten für Käufer. So hätten Käufer von Wohnimmobilien, die sich heute engagieren, danach beste Wertsteigerungschancen in Wandsbek und Bergedorf, gefolgt von Wilhelmsburg und Bramfeld. Eher mau sieht es nach der Einschätzung für Harvestehude oder Eppendorf und andere sehr gute Wohnlagen der Hansestadt aus, insbesondere die Elbvororte.

April 2017

Conrad Meissler in der "HafenCity Zeitung"
Verdichtung ist das Stichwort, unter dem Deutschlands Ballungsräume vor großen langfristigen Veränderungen stehen. Denn Ende März ist der Bundesrat der Bundesregierung gefolgt und hat eine Novellierung des Baurechts beschlossen und damit verbunden die Einführung des „Urbanen Gebiets“. Gemeint ist damit zweierlei. Einerseits will man ein näheres Heranrücken der Wohngebiete an Gewerberäume ermöglichen, wozu die Verwaltungsvorschrift zum Lärmschutz ermäßigt wird. Dadurch können Gebäudenutzungsarten stärker gemischt und der Wohnanteil in Gewerbegebieten deutlich erhöht werden. Dies führt auch zur Verkürzung von Anfahrten zum Arbeitsplatz und damit zur Entlastung des Verkehrs von Pendlern.

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