Die neue Mitte
Conrad Meissler für den Hamburger "Klönschnack"
Das hängt von vielen Faktoren ab. In erster Linie spielen natürlich die höheren Einkommen der Elbvorortler eine Rolle, die eine größere Kinderschar und meist nur teilzeitarbeitende Mütter ermöglichen. Hohe Einkommen bedingen zudem die Wohnform; d.h. großzügige Wohnungen oder Einfamilienhäuser, die die Stadtteile des Hamburger Westens besonders prägen. Obwohl im Hamburger Vergleich mehr ältere Menschen in den Elbvororten leben als in ganz Hamburg, wird dies durch die höhere Geburtenaktivität der jungen Generation im Alter von 25 bis 40 Jahren mehr als aufgewogen. So sind die Bewohner von Blankenese zu 18,1 Prozent jünger als 18 Jahre, während dieser Anteil in ganz Hamburg nur bei 16,8 Prozent liegt.
Blicken wir nun auf die aktuelle Marktentwicklung, so dürfte es bei dem überproportional hohen Anteil von Kindern und Jugendlichen in den Elbvororten bleiben. Denn die Nachfrage gerade von jungen Familien nach Wohnraum im Hamburger Westen ist in diesem Jahr deutlich gestiegen. Gesucht werden in der Regel bezahlbare Wohneinheiten bei möglichst unter einer Mio. Euro Kaufpreise, maximal bis höchstens 1,5 Mio. Euro. Der parallel laufende demografische Wandel führt derzeit noch zu einem erhöhten Angebot, was die Preisentwicklung dämpft und noch mehr bürgerlich lebende Familien in die Elbvororte lockt und damit die Mittelschicht im Hamburger Westen weiter stärkt.