HARTE FAKTEN

Conrad Meissler im "Klönschnack"
Die Entwicklung des Hamburger Wohnimmobilienmarktes kennt entgegen vieler abwägender Stimmen nur eine Richtung. Aufwärts. Es werden mehr Wohnungen gebaut, aber noch sehr viel mehr nachgefragt. Die Zinsen sind noch immer extrem niedrig - Baugeld weiterhin sehr, sehr günstig. Die Nachfrage ist ungebrochen, sowohl von Eigennutzern als auch von Kapitalanlegern. Die Entwicklung wird in diesen Tagen von verschiedenen Seiten mit harten Fakten unterstrichen.

Das zurückliegende Jahr 2016 zeigte demnach den höchsten Mietpreisanstieg seit Anfang des neuen Jahrtausends. In den acht größten deutschen Städten stiegen die Mieten um knapp 8%, obwohl bereits in den Vorjahren kräftige Verteuerungen zu registrieren waren und das Jahr 2016 das Jahr war, in dem die Politik mit neuen rechtlichen Instrumenten massiv in die Preisbildung versucht hat einzugreifen. Die Mietpreisbremse – ja, so hieß das Instrument - sollte die erheblichen Preisspitzen gerade in den Metropolen des Landes eindämmen. Im Nachhinein entpuppt sich diese Bremse jedoch als das Gegenteil, nämlich als ein Katalysator. Denn diese „Bremse“ hat viele Vermieter überhaupt erst veranlasst, ihre Möglichkeiten innerhalb der Bremse ausnutzen, die Verteuerungen von bis zu 10% über dem Mietpreisspiegel zulässt. 

Die Knappheit des Angebots und das trotz aller Bemühungen um eine Verstärkung des Wohnungsneubaus hat die Preise für Wohnraum noch stärker steigen lassen, nämlich um etwa 10% im Durchschnitt und um 6% allein in Hamburg. Damit galoppieren die Kaufpreise nicht mehr stärker als die Mieten, was die Befürchtungen um Überhitzung und Blasenbildung am Wohnimmobilienmarkt wieder deutlich lindert. Die Entwicklung wird anhalten und sich vor allem in den bevorzugten Wohnlagen noch verschärfen. 

 

 

 

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